Wissenschaft

Wissenschaftliche Arbeiten über das FDM und die Typaldos-Methode

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Veröffentlichungen im AAO-Journal 1994 und 1995

Diese zwei Artikel publizierte Stephen Typaldos D.O. im amerikanischen Osteopathie-Journal der AAO (American Academy of Osteopathy). Darin beschreibt er zum ersten Mal das Fasziendistorsionsmodell (FDM) in einer, vom heutigen Standpunkt aus gesehen, inkompletten Version. In einem weiteren Artikel beschäftigt sich Typaldos mit der Kontinuumtheorie und der Kontinuumdistorsion.

  • AAO Continuumdistortion 1995
  • AAO FDM indroduction 1994
Was sind Faszien?

Als Faszie (von lateinisch „Fascia“ für „Band“, „Bündel“, „Verbund“) wird eine dünne, sehnenartige Hüllschicht aus Bindegewebe bezeichnet, die Muskeln oder Muskelgruppen, aber auch ganze Körperabschnitte umgeben kann. Faszien bestehen in erster Linie aus straffen, gekreuzten Kollagenfasern und Elastin, wodurch die Muskulatur Festigkeit und Elastizität erhält. Darüber hinaus geben Faszien dem Muskel seine Form und fungieren im Sinne eines „Stoßdämpfers“ als Unterstützung und Schutz des Körpers bei Bewegungen. Eine wichtige Rolle spielen Faszien außerdem bei körpereigenen Abwehrmechanismen gegenüber Krankheitserregern und Infektionen und sind im Falle von Verletzungen die Basis für die Heilung des Gewebes. Es bestehen drei Schichten der Faszien: oberflächliche, tiefe und viszerale Faszien.

Oberflächliche Faszien befinden sich im Unterhautgewebe und bestehen vorrangig aus lockerem Bindegewebe und Fettgewebe. Sie fungieren als Wasser-und Fettspeicher sowie als Durchgang für Lymphe, Nerven und Blutgefäße und haben darüber hinaus eine dämpfende und puffernde Funktion. Als tiefe Faszien hingegen werden stark faserreiche Bindegewebsschichten und -stränge bezeichnet, von denen Muskeln, Knochen, Blutgefäße und Nervenbahnen durchdrungen und umschlossen sind. Dieses Netzwerk aus Gewebe zeigt sich – abhängig von den jeweiligen Belastungsverhältnissen – in unterschiedlicher Form, z.B. als Sehnenplatten, große flächenhafte Faszien, als Ligamente (Bänder), Sehnen oder Gelenkkapseln.

Die dritte Gruppe, die so genannten viszeralen Faszien (viszeral = die Eingeweide betreffend), bedecken sämtliche inneren Organe mit einer Doppelschicht aus Bindegewebsmembranen, „wickeln“ diese sozusagen ein und sorgen damit für deren Gleitfähigkeit. Faszien treten generell als dynamische Gewebeteile auf, sind also wandelbar und anpassungsfähig. So können sich z.B. oberflächliche Faszien aufgrund ihrer hohen Elastizität deutlich dehnen, was u.a. im Fall einer normalen oder schwangerschaftsbedingten Gewichtszunahme auftritt. Tiefe Faszien sind hingegen zwar weniger dehnbar als oberflächliche Faszien, dafür aber in vielen Fällen reich mit sensorischen Rezeptoren ausgestattet, die z.B. Schmerz signalisieren oder Änderungen von Druck und Schwingungen, des chemischen Milieus oder Temperaturschwankungen signalisieren und in der Lage sind, auf solch mechanische oder chemische Reize mit Muskelanspannung (Kontraktion) oder Entspannung sowie durch eine sukzessive Umorganisation ihrer inneren Struktur zu reagieren.