Geschichte des FDM
Die Geschichte des FDM
Das Faszien-Distorsions-Modell (FDM) wurde von Dr. Stephen Typaldos entwickelt. Als US amerikanischer Osteopath und Notfallmediziner erlebte er mit den herkömmlichen Behandlungsverfahren oft unzureichende Effektivität und für die Patienten unbefriedigende therapeutische Ergebnisse.
Er begann, der Körpersprache und der verbalen Beschreibungen seiner Patienten mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Dabei entdeckte er verschiedene Beschwerdemuster, die unabhängig von den medizinischen Diagnosen bei Patienten vorkamen. Ausgelöst wurde dieser Paradigmenwechsel im September 1991 durch folgende Anekdote, die die Entdeckung der Triggerband-Distorsion beschreibt:
Eine Patientin mit Nackenbeschwerden entlang einer Linie von den Schulterblättern bis zum Haaransatz bittet ihn, "den schmerzhaften Punkt zwischen den Schulterblättern einfach fest mit dem Daumen zu drücken". Nach einer zwanzigjährigen Schmerzgeschichte mit unzähligen Therapieversuchen ist es Dr. Typaldos, der die Bitte seiner Patientin zum ersten Mal ernst nimmt. Er drückt entlang des schmerzhaften Verlaufs, wie von der Patientin beschrieben. Der Behandlung folgt die große Erleichterung bei der Patientin, deren Beschwerden sich durch dieses Manöver deutlich gebessert haben.
Dr. Stephen Typaldos
Für Typaldos offenbarte sich somit durch genaues Hinsehen und Zuhören, dass Patienten intuitiv wissen, welche Behandlungsschritte für sie relevant sind und sie das durch spezifische Gesten und Worte zum Ausdruck bringen.
Durch praktische Erfahrung fand und kategorisierte Typaldos die weiteren der insgesamt 6 Fasziendistorsionen und entwickelte das FDM. Er begann anatomische Untersuchungen und schloss, dass allein der Verlauf der Faszien die Wirkung seiner Behandlung erklärt. Er publizierte Artikel in medizinischen Fachmagazinen und schrieb ein Buch über das FDM, welches in 4 Auflagen erschien. Stephen Typaldos verstarb überraschend am 5. April 2006 im Alter von 49 Jahren. Über seinen Tod hinaus erfährt das FDM wachsenden Zuspruch bei Patienten und in Medizinerkreisen und wird stetig weiterentwickelt.
